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Der Irokese

Hallo Leute,

der nächste Eintrag könnte etwas mehr politischer Natur werden, wer von euch also keinen Bock darauf hat, hört einfach auf zu lesen. Letzten Samstag ging ich nämlich durch Berlin, mal wieder ein bissl schauen und ein bisschen Bummeln, und als ich zum Brandenburger Tor beziehungsweise zum Platz davor kam, konnte ich den Schlamassel auch schon sehen: Eine Demo. Allesdings keine dieser Neonazis oder der NPD, wie man sie ja überall kennt und eigentlich nur noch dazu anregt, diesen Quatsch endlich komplett zu verbieten, sondern von der linken Fraktion und wie man es am Titel schon sieht waren die Teilnehmer hautsächlich Punker. Ich dachte mir: Hey cool, endlich tun die mal was und sitzen nicht nur in der Fußgängerzone und betteln, das musst du dir mal angucken, vielleicht kriegen die ja was auf die Reihe. Also stellte ich mich dazu, in gebührendem Abstand und wartete auf die Anfangskundgebung. Als der erste Redner auf die Bühne trat, konnte ich eigentlich nur den Kopf schütteln: In der Hose mehr Löcher als ich Haare auf dem Kopf (Nein ich habe keine Glatze sondern eine ganz normale Frisur) und die Haare in mehr Farben gefärbt als ich überhaupt Namen dafür kenne. Noch bevor ich fertig war, das zu verarbeiten, began er auch schon mit seiner Rede: "Wir sind gegen Fahrscheinkontrollen, wir sind gegen die Kontrollzwänge unserer Gesellschaft!". Bahm. Dieser Satz traf mich so hart, wie er nur treffen konnte. Wieso war mir das nicht aufgefallen? Fahrscheinkontrollen schaden der Gesellschaft! Natürlich! Um es mal so zu sagen: Wie dämlich kann ein einzelner Mensch sein, um so ein dermaßen beschissenes Beispiel für Kontrollzwang in unserer Gesellschaft direkt an den Anfang seiner immer schlechter werdenden Rede zu stellen. Fahrscheinkontrollen dienen wie die meisten anderen Kontrollen auch dem Wohlbefinden unserer Gesellschaft. Natürlich kann man sich auch kein Ticket kaufen, aber schadet man sich damit nicht im Endeffekt nur selber? Wenn die Bahn oder das Verkehrsunternehmen kein Geld einnimmt, können sie die Strecken, Züge und Busse auch nicht betreiben. Dann gibts irgendwann gar keinen öffentlichen Verkehr mehr. Was will dieser Mensch dann machen? Mit dem Auto fahren? Da muss er doch alle 2 Jahre zum TÜV, und es kann sein dass sein Führerschein kontrolliert wird. Und dann beschwert er sich doch auch?

Aber weiter mit der Rede. Ich sagte ja bereits, sie wurde zunehmend schlechter, auch wenn das bei diesem Anfang eigentlich schon eine Kunst für sich ist. Es vielen noch Sätze wie: "Chaos statt Kontrolle" oder "Durch ständige Kontrollen kann man die Arbeitslosigkeit nicht genießen!". Mal ganz im Ernst: Der Typ muss sich doch so das Hirn vernebelt haben mit den Drogen, die er sich von Hartz 4 oder auch ohne gekauft hat, um solche Sprüche bringen zu können. Es regt mich auf, dass sich Leute, die nicht bereit sind zu arbeiten darüber beschweren, dass die Leute, die arbeiten, auf solche Kontrollen bestehen, da sie schließlich nicht wollen, das solche Hänger ihr Geld ausgeben. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich nichts gegen Arbeitslose habe, die nicht arbeiten können weil sie krank sind oder keine Arbeit finden, aber jene, die gar nicht arbeiten wollen, sollen sich nicht beschweren, dass ihnen der Staat das Geld nicht hinterher wirft, denn das Geld kommt immerhin von den Leuten, die arbeiten. Man kann einfach nicht immer nur nehmen.

Im Anschluss kam natürlich wieder das allgegenwärtige Wettern gegen die Neonazis und die NPD. Trotz ein paar guter Argumente und wirklich guter Passagen konnte man das gesagte zu diesem Thema nun auch nicht mehr ernst nehmen, denn durch die vorherigen Aussagen hatte sich der Redner bereits selbst disqualifiziert und gehörte nach Ansicht aller Zuhörer ohne Löcher in den Hosen und bunt gefärbten Haaren sowieso besser in die Klapse. Ich würde sogar weitergehen. Ich würde sagen, dass solche Leute auf einer bestimmten Ebene keinen deut besser sind als Nazis. Natürlich wollen sie die Ausländer nicht aus Deutschland heraushaben und haben auch nichts gegen Bestimmte Rassen oder Religionen. Aber sie wollen unserer wie ich finde sehr guten Gesellschaft schaden, sie wollen sie umwandeln in etwas, dass einfach nicht funktionieren kann. Wenn sie schon gegen andere den Finger heben, sollten sie sich selbst an die Nase fassen und sich fragen: "Was mache ich hier eigentlich? Könnte das nicht auch falsch sein, was ich tue?"

Ein Sazt ist mir jedoch in Erinnerung geblieben: "Vertrauen statt Kontrolle!" Wär ja auch toll, wenn man den Leuten einfach Vertrauen könnte, davon ausgehen kann, dass sie sich für die Gesellschaft einsetzen und das Richtige tun um sie zu bewahen und zu bereichern. Solange ich jedoch Menschen wie diesen Redner und mit solchen Ansichten sehe, bleibe ich lieber bei: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist Besser!

Gruß

Sebastian 

26.9.07 11:30
 


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