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Kannst du mal eben nach dem Computer gucken?

Hallo zusammen,

was sind das eigentlich für Leute, die meinen, dass man, wenn man ein bisschen mehr kann am Computer als grad mal den Bildschirm von der Tastatur unterscheiden, ihnen bei jedem noch so komischen PC-Problem helfen kann und dies auch zu jeder möglichen oder unmöglichen Zeit. Als Begründung kommen meistens Aussagen wie: "Ich muss das dringend gedruckt haben, ich brauche das in 10 Minuten" oder "Das muss ganz dringend gemacht werden, sonst kann ich mein Studium vergessen". Ich frage mich dabei jedoch, warum diese Leute immer auf den letzten Drücker mit solchen Problemen zu mir kommen, denn Dinge, die scheinbar so wichtig sind, kann ich doch auch mit einem gewissen Zeitpuffer für Probleme ausführen und nicht so, dass ich Just-in-time damit fertig werde, oder? Naja, wie schon gesagt, ich kann das, viele andere können es scheinbar nicht. Schlimmer als diese Notproblemlösungen sind allerdings Fehlerbeschreibungen wie "Das tuts schon wieder nicht!" oder mein absoluter Liebling: "Ich hab nix gemacht, aber alles ist weg!". Auf die Idee, dass ein Computer nichts, aber auch gar nichts aus einer Sektlaune heraus tut, scheint man in solchen Kreisen noch nicht gekommen zu sein. Vielmehr ist man allgemein der Meinung, ein Computer sei quasi wie ein Mensch, der immer, wenn man ihn dringend braucht, beleidigt seine Arbeit einstellt und dann eines Motivators wie mich bedarf, damit er sich entschließt nun doch weiter zu machen. Es ist nicht so, dass ich nicht gerne helfe, nur unter Zeitdruck kann selbst der größte Profi nichts mehr machen, ganz zu schweigen jemand wie ich, der alles, was er kann, beim Ausprobieren gelernt hat, und deswegen bei den meisten Problemen ein bisschen rumprobieren muss.

Viel schlimmer sind jedoch die Leute, die mit Sachen, die noch Jahre Zeit haben, in dem Moment ankommen, wenn man selbst grade offensichtlicherweise etwas besseres zu tun hat, als sich mit dem Computer anderer zu beschäftigen, beispielsweise beim Mittagessen oder auch gerne mal während der Vorlesung. Von Sätzen wie "Jetzt nicht, ich esse!" zeigen sich die meisten im besten Falle unbeeindruckt, quatschen einfach weiter, wärend man in Ruhe essen will und vielleicht dabei noch die Zeitung überfliegt, im schlimmsten Fall reagieren sie sogar beleidigt, sagen, dass man nie Zeit hätte, ihnen zu helfen und das man egoistisch sei. Ich will anmerken, dass ich mehr Zeit mit dem Wiedergutmachen der Computerfehler anderer Leute verbringe als mit meinem eigenen PC und dass ich viel mehr glaube, dass man als Mensch, der sich mit PC's auskennt, so eine Art Freiwild ist, dass sich eigentlich nur mit den Dingern beschäftgt um anderen Leuten möglichst effizient helfen zu können.

Dazu bleibt zu sagen, dass ich, genau wie alle anderen Leute die sich mit PC's auskennen sehr gerne den weniger Wissenden helfen und dass die meisten dieser auch sehr dankbar für diese Hilfe sind. Nur einige unter ihnen betrachten sie als etwas selbstverständliches, dass man sich immer nehmen kann, und genau das verdirbt einem den Spaß am Helfen.

Gruß,

Sebastian 

25.9.07 17:38
 


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