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Der Anfang

Hallo allerseits,

 

ich habe keine Ahnung wer das da ließt, deswegen hier erstmal ein paar Begrüßungsworte um zu sagen, was ich hier eigentlich tun will. Mein erstes Ziel ist es, meine Frustration über bestimmte Dinge, meine Meinungen zu bestimmten Personen oder auch Typen von Personen kund zu tun, ohne dies an jemand spezielles zu richten. Sei es nun das komische Mädchen, dass sich in der Vorlesung neben einen setz, zwar seinen Namen nicht sagt aber einem 1 1/2 Stunden lang eine Frikadelle nach der anderen an die Backe quatscht oder der unfreundliche oder unfähige Verkäufer bei Real, der einem einfach nicht sagen kann, wo man denn den Curry - Ketchup findet.

Es sollen jedoch nicht nur negative Eindrücke unserer Gesellschaft aufgezeigt werden sondern auch positive, so wie der nette Kiosk-Besitzer, der sich auch mal in argentinischen Pesos bezahlen lässt, weil man grad aus dem Flieger gekommen ist und einfach kein anderes Geld hat.

Natürlich sind alle Eindrücke subjektiv, wie alles andere auch, denn sie wurden schließlich von mir persönlich gemacht. Niemand weiß, ob das gegenüber wirklich immer so ist, einfach nur einen Fehler gemacht hat oder auch nur einen schlechten oder guten Tag hatte. Trotzdem will ich all diese Eindrücke hier quasi auf digitales Papier bringen in der Hoffnung, dass sie irgendwann mal jemand lesen wird.

 

Viele Grüße,

Sebastian 

24.9.07 23:41


Der Typ im Polo

Hallo zusammen,

ich denke, ich kann meinen Kommentar mit jemandem beginnen, der mir heute nach der Uni auf der Autobahn begegnet ist. Auf meinem Weg nach Hause bremste ich wie immer vor dem Autobahnkreuz ab, um die dort vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht um mehr als 20km/h zu überschreiten, also fuhr ich immerhin noch 140 auf der Überholspur, da sich neben mir eine ganze Kette aus LKW's durch das Kreuz schlängelte. Plötzlich schaue ich in den Rückspiegel und erkenne hinter mir mit etwa 3 Metern Abstand einen mittelalten Mann in einem Polo (für die Leute ohne Führerschein: Bei 140 km/h sind mindestens 70m Abstand vorgeschrieben). Der Mann gestikuliert wie wild und fuchtelt wie blöde an seiner Lichthupe rum. Habe ich zu hart gebremmst? Eigentlich nicht, normalerweise fahre ich auf Autobahnen zwar schnell, aber immer vorsichtig. Was soll man nun tun? Ihn vorbei lassen? Eher nicht, schließlich kommt man sowieso nicht zwischen die LKW's? Kurz bremsen, damit er einem hinten reinfährt? Wohl auch nicht, schließlich will man nach Hause, und die anderen Leute sollen nicht ewig auf der Autobahn stehen müssen, bloß weil man aus purer Boßheit einen Unfall provoziert hat. Also einfach auf der Spur bleiben und weiter fahren. Ich war grade zu diesem Entschluss gekommen, als der Mann im Polo eine Lücke zwischen den LKW's ausnutzt um an mir vorbei zu ziehen, rechts und mit erhobenem Mittelfinger. Wieder der Gedanke, ob es in dem Moment nicht nur rechtens wäre, den Polo mit meinem SUV einfach von der Spur auf den Standstreifen zu schieben, aber nein, denn das wäre auch ein Unfall und noch dazu meine Schuld. Also lasse ich ihn fahren und bewege mich selbst weiter in Richtung Heimat.

Es wirft jedoch die Frage auf, was Leute zu einem solchen Verhalten treibt. Hatte der Mann einen schlechten Tag, seinen Job verloren oder einfach nur so Stress. Muss ich meinen Stress dann an anderen Leuten abbauen. Wollte er schnell nach Hause? Seine Zeitersparniss Betrug durch dieses Überholmanöver allerhöchstens 2 Sekunden, zumal ich ihn nach dem Kreuz wieder überholt hab. Oder fühlte er sich als King im Auto und dachte, die Straße würde ihm gehören? Muss ein komisches Gefühl sein, wenn der König im Polo am Pöbel im SUV vorbei fährt. Aber so ist das halt manchmal, wenn man vom eigenen Glanz geblendet ist und meint, man könnte sich alles erlauben.

 

Gruß,

Sebas 

25.9.07 17:16


Kannst du mal eben nach dem Computer gucken?

Hallo zusammen,

was sind das eigentlich für Leute, die meinen, dass man, wenn man ein bisschen mehr kann am Computer als grad mal den Bildschirm von der Tastatur unterscheiden, ihnen bei jedem noch so komischen PC-Problem helfen kann und dies auch zu jeder möglichen oder unmöglichen Zeit. Als Begründung kommen meistens Aussagen wie: "Ich muss das dringend gedruckt haben, ich brauche das in 10 Minuten" oder "Das muss ganz dringend gemacht werden, sonst kann ich mein Studium vergessen". Ich frage mich dabei jedoch, warum diese Leute immer auf den letzten Drücker mit solchen Problemen zu mir kommen, denn Dinge, die scheinbar so wichtig sind, kann ich doch auch mit einem gewissen Zeitpuffer für Probleme ausführen und nicht so, dass ich Just-in-time damit fertig werde, oder? Naja, wie schon gesagt, ich kann das, viele andere können es scheinbar nicht. Schlimmer als diese Notproblemlösungen sind allerdings Fehlerbeschreibungen wie "Das tuts schon wieder nicht!" oder mein absoluter Liebling: "Ich hab nix gemacht, aber alles ist weg!". Auf die Idee, dass ein Computer nichts, aber auch gar nichts aus einer Sektlaune heraus tut, scheint man in solchen Kreisen noch nicht gekommen zu sein. Vielmehr ist man allgemein der Meinung, ein Computer sei quasi wie ein Mensch, der immer, wenn man ihn dringend braucht, beleidigt seine Arbeit einstellt und dann eines Motivators wie mich bedarf, damit er sich entschließt nun doch weiter zu machen. Es ist nicht so, dass ich nicht gerne helfe, nur unter Zeitdruck kann selbst der größte Profi nichts mehr machen, ganz zu schweigen jemand wie ich, der alles, was er kann, beim Ausprobieren gelernt hat, und deswegen bei den meisten Problemen ein bisschen rumprobieren muss.

Viel schlimmer sind jedoch die Leute, die mit Sachen, die noch Jahre Zeit haben, in dem Moment ankommen, wenn man selbst grade offensichtlicherweise etwas besseres zu tun hat, als sich mit dem Computer anderer zu beschäftigen, beispielsweise beim Mittagessen oder auch gerne mal während der Vorlesung. Von Sätzen wie "Jetzt nicht, ich esse!" zeigen sich die meisten im besten Falle unbeeindruckt, quatschen einfach weiter, wärend man in Ruhe essen will und vielleicht dabei noch die Zeitung überfliegt, im schlimmsten Fall reagieren sie sogar beleidigt, sagen, dass man nie Zeit hätte, ihnen zu helfen und das man egoistisch sei. Ich will anmerken, dass ich mehr Zeit mit dem Wiedergutmachen der Computerfehler anderer Leute verbringe als mit meinem eigenen PC und dass ich viel mehr glaube, dass man als Mensch, der sich mit PC's auskennt, so eine Art Freiwild ist, dass sich eigentlich nur mit den Dingern beschäftgt um anderen Leuten möglichst effizient helfen zu können.

Dazu bleibt zu sagen, dass ich, genau wie alle anderen Leute die sich mit PC's auskennen sehr gerne den weniger Wissenden helfen und dass die meisten dieser auch sehr dankbar für diese Hilfe sind. Nur einige unter ihnen betrachten sie als etwas selbstverständliches, dass man sich immer nehmen kann, und genau das verdirbt einem den Spaß am Helfen.

Gruß,

Sebastian 

25.9.07 17:38


Der Irokese

Hallo Leute,

der nächste Eintrag könnte etwas mehr politischer Natur werden, wer von euch also keinen Bock darauf hat, hört einfach auf zu lesen. Letzten Samstag ging ich nämlich durch Berlin, mal wieder ein bissl schauen und ein bisschen Bummeln, und als ich zum Brandenburger Tor beziehungsweise zum Platz davor kam, konnte ich den Schlamassel auch schon sehen: Eine Demo. Allesdings keine dieser Neonazis oder der NPD, wie man sie ja überall kennt und eigentlich nur noch dazu anregt, diesen Quatsch endlich komplett zu verbieten, sondern von der linken Fraktion und wie man es am Titel schon sieht waren die Teilnehmer hautsächlich Punker. Ich dachte mir: Hey cool, endlich tun die mal was und sitzen nicht nur in der Fußgängerzone und betteln, das musst du dir mal angucken, vielleicht kriegen die ja was auf die Reihe. Also stellte ich mich dazu, in gebührendem Abstand und wartete auf die Anfangskundgebung. Als der erste Redner auf die Bühne trat, konnte ich eigentlich nur den Kopf schütteln: In der Hose mehr Löcher als ich Haare auf dem Kopf (Nein ich habe keine Glatze sondern eine ganz normale Frisur) und die Haare in mehr Farben gefärbt als ich überhaupt Namen dafür kenne. Noch bevor ich fertig war, das zu verarbeiten, began er auch schon mit seiner Rede: "Wir sind gegen Fahrscheinkontrollen, wir sind gegen die Kontrollzwänge unserer Gesellschaft!". Bahm. Dieser Satz traf mich so hart, wie er nur treffen konnte. Wieso war mir das nicht aufgefallen? Fahrscheinkontrollen schaden der Gesellschaft! Natürlich! Um es mal so zu sagen: Wie dämlich kann ein einzelner Mensch sein, um so ein dermaßen beschissenes Beispiel für Kontrollzwang in unserer Gesellschaft direkt an den Anfang seiner immer schlechter werdenden Rede zu stellen. Fahrscheinkontrollen dienen wie die meisten anderen Kontrollen auch dem Wohlbefinden unserer Gesellschaft. Natürlich kann man sich auch kein Ticket kaufen, aber schadet man sich damit nicht im Endeffekt nur selber? Wenn die Bahn oder das Verkehrsunternehmen kein Geld einnimmt, können sie die Strecken, Züge und Busse auch nicht betreiben. Dann gibts irgendwann gar keinen öffentlichen Verkehr mehr. Was will dieser Mensch dann machen? Mit dem Auto fahren? Da muss er doch alle 2 Jahre zum TÜV, und es kann sein dass sein Führerschein kontrolliert wird. Und dann beschwert er sich doch auch?

Aber weiter mit der Rede. Ich sagte ja bereits, sie wurde zunehmend schlechter, auch wenn das bei diesem Anfang eigentlich schon eine Kunst für sich ist. Es vielen noch Sätze wie: "Chaos statt Kontrolle" oder "Durch ständige Kontrollen kann man die Arbeitslosigkeit nicht genießen!". Mal ganz im Ernst: Der Typ muss sich doch so das Hirn vernebelt haben mit den Drogen, die er sich von Hartz 4 oder auch ohne gekauft hat, um solche Sprüche bringen zu können. Es regt mich auf, dass sich Leute, die nicht bereit sind zu arbeiten darüber beschweren, dass die Leute, die arbeiten, auf solche Kontrollen bestehen, da sie schließlich nicht wollen, das solche Hänger ihr Geld ausgeben. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich nichts gegen Arbeitslose habe, die nicht arbeiten können weil sie krank sind oder keine Arbeit finden, aber jene, die gar nicht arbeiten wollen, sollen sich nicht beschweren, dass ihnen der Staat das Geld nicht hinterher wirft, denn das Geld kommt immerhin von den Leuten, die arbeiten. Man kann einfach nicht immer nur nehmen.

Im Anschluss kam natürlich wieder das allgegenwärtige Wettern gegen die Neonazis und die NPD. Trotz ein paar guter Argumente und wirklich guter Passagen konnte man das gesagte zu diesem Thema nun auch nicht mehr ernst nehmen, denn durch die vorherigen Aussagen hatte sich der Redner bereits selbst disqualifiziert und gehörte nach Ansicht aller Zuhörer ohne Löcher in den Hosen und bunt gefärbten Haaren sowieso besser in die Klapse. Ich würde sogar weitergehen. Ich würde sagen, dass solche Leute auf einer bestimmten Ebene keinen deut besser sind als Nazis. Natürlich wollen sie die Ausländer nicht aus Deutschland heraushaben und haben auch nichts gegen Bestimmte Rassen oder Religionen. Aber sie wollen unserer wie ich finde sehr guten Gesellschaft schaden, sie wollen sie umwandeln in etwas, dass einfach nicht funktionieren kann. Wenn sie schon gegen andere den Finger heben, sollten sie sich selbst an die Nase fassen und sich fragen: "Was mache ich hier eigentlich? Könnte das nicht auch falsch sein, was ich tue?"

Ein Sazt ist mir jedoch in Erinnerung geblieben: "Vertrauen statt Kontrolle!" Wär ja auch toll, wenn man den Leuten einfach Vertrauen könnte, davon ausgehen kann, dass sie sich für die Gesellschaft einsetzen und das Richtige tun um sie zu bewahen und zu bereichern. Solange ich jedoch Menschen wie diesen Redner und mit solchen Ansichten sehe, bleibe ich lieber bei: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist Besser!

Gruß

Sebastian 

26.9.07 11:30





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